Heute war ich bei einigen Firmen unterwegs, um Praktikumsplätze abzuklären. Es ist Wahnsinn! Alle MitarbeiterInnen von Geschäften und Betrieben sind fix und fertig. Egal, ob es sich um Baumarkt, Autowerkstatt, Lebensmittel, Mode, Friseur, Bäcker usw. handelt – jedeR sagt: „Es geht einfach nicht mehr, bitte keine weiteren Anfragen oder Aufträge!“

Und das soll die besinnliche Zeit vor Weihnachten sein? Was ist aus dem Advent geworden? Es ist doch nur noch eine reine Verkaufsstrategie der Industrie. Aber auch die Kunden: Warum kaufen wir nicht übers Jahr verteilt ein? Warum muss alles, was das Herz begehrt, unbedingt im Dezember sein? Die Handwerkbetriebe kommen nicht mehr nach! Und auch im Handel ist so richtig „Endspurt-Stimmung“.

Und an Weihnachten selbst: Man kann sich schon gar nicht mehr auf den Heiligen Abend an sich freuen. Der Heilige Abend wird zwar sehnsüchtig erwartet, aber vor allem als „arbeitsfreier Tag“ – wenn er denn das ist. In der Pflege und in den Kliniken geht es ja trotzdem weiter. Man kann ja die Menschen nicht einfach ein paar Tage wie Maschinen ausschalten. Da muss sowieso durchgearbeitet werden. Unter Zusatzstress, weil ja auch ein Teil der Belegschaft frei hat.

Ich hoffe, Sie, lieber Leser, finden dennoch im Endspurt zu Weihnachten etwas Ruhe und Gelassenheit.

In diesem Sinne – ein besinnliches und entspannendes Weihnachtsfest wünscht Ihnen

Petra Stadlhuber